Stilrichtungen
Mein "Heimat"-Dojo
3A-Academie
"Kokusai Aikido Kenshukai Kobayashi Hirokazu Ha" (= Internationale Aikido-Akademie nach der Schule von Kobayashi Hirokazu). Das Ziel der Schule ist es, das von Kobayashi Soshu gelehrte Aikido in seinen technischen und geistigen Inhalten zu erhalten, zu unterrichten und weiterzugeben. Dabei soll über die reine Schule zum Erlernen bestimmter Techniken hinaus auch eine Forschungseinrichtung (Akademie, Kenshukai) initiert werden, die die Ideen, Lehren und Studien Kobayashi Soshus fortführt. So stehen die Teilnahme und Mitarbeit in dieser Schule allen Aikidoka offen, die diese Ziele verfolgen.
Kobayashis enger Schüler André Cognard wurde von ihm als Saiko Shihan eingesetzt. Als solchem obliegt ihm die technische Leitung der Schule, u.a. also auch die Ausstellung von Dan-Graden.
Die 3A fühlt sich mit Walter Oelschläger dem Andenken des im August 1998 verstorbenen Meister Kobayashi und dessen Aikido verpflichtet. Der durch ihn vermittelte, differenzierte Stil des Aikido ist es, der in sämtlichen Gruppen der 3A Deutschland gepflegt wird, genauso wie die traditionellen Umgangsformen im Dojo, deren Ausführungen nicht nur Form, sondern auch Inhalt sind.
Aiki Osaka
Aiki-Osaka ist der Name eines Aikidostils begründet durch Hirokazu Kobayashi. Der Name leitet sich von dem Umstand ab, dass er in Japan im Wesentlichen in der Gegend von Osaka lebte und unterrichtete. Neben den Schriftzeichen für Aikido trägt sein Logo (ame-no-ukihashi) die Kanjis dieser Stadt. Ein weiterer gebräuchlicher Name seiner Schule ist Bu Iku Kai. Eine mögliche Übersetzung davon ist „Haus der Ritterlichkeits- erziehung“.
Kobayashi-Sensei war Mitglied im Aikikai. Da er sich zeitlebens nicht für den Aufbau von Strukturen interessierte, sind seine europäischen Schüler in unterschiedlichen Verbänden bzw. haben sich keinen Organisationen angeschlossen. Seine höchstgraduierten europäischen Schüler sind heute (Stand 2006) noch aktiv: Adrian Halm, Andre Cognard, Jean-François Riondet und Giampietro Savegnago zählen dazu.
Aikikai
Der Aikikai ist eher ein Verband als eine Stilrichtung. Er hat sein Weltzentrum in Tokyo (Honbu-Dojo) und das wird vom Grosskind von O-Sensei geleitet: Moriteru Ueshiba (Doshu des Aikido).
Beim Aikikai-Aikido gibt es keinen Wettkampf und auch nicht ein straffes Lehrer-Schüler Unterrichtssystem (Kohai-Sempai). Ueber den Weltverband IAF und das professionelle Büro des Honbu-Dojo ist die weltweite Zusammenarbeit organisiert.
Unterrichtet wird durch vom Honbu-Dojo gesandte Shihan (hoch gradierte Aikido-Lehrer) und die Verbände sind national organisiert und sehr selbstständig. Falls ein Verband keinen Shihan hat orientieren sie sich doch meistens nach einem Lehrer und führen die Prüfungen (meistens mit Prüfungskommission) selber durch.
Inerhalb des Aikikai sind die Interpretationen des Aikido unterschiedlich und die Unterrichtssysteme deshalb auch. Jedoch ist gerade diese Vielfalt eine wichtiges Element des Aikido. Auch im Honbu-Dojo selbst gibt es sehr grosse Unterschiede. Das führt immer wieder zu lebhaftem Austausch über das Wie und Warum usw., macht die Sache aber sehr interessant.
Technisch geprägt wurde diese Richtung nach dem Tode von Morihei Ueshiba zunächst von Koichi Tohei, der jedoch später den Aikikai verließ und seinen eigenen Stil (Shin Shin Toitso Aikido oder KI-Aikido) und Verband (Ki no Kenkyukai) gründete. Kisshomaru Ueshiba, der Sohn von Morihei, übernahm als Doshu (Führer des Weges) die technische Leitung. Nach dem Tode Kisshomarus 1999 liegt die Leitung nun in den Händen von seinem Sohn Moriteru Ueshiba.
D.A.N. Dynamic Aikido Nocquet
D.A.N. - Dynamic Aikido Nocquet vermittelt, praktiziert und verbreitet Dynamisches Aikido in der Tradition von Meister André Nocquet (8. Dan Aikido, 4. Dan Judo), der am 12. März 1999 verstarb. Meister Nocquet war direkter Schüler von O Sensei Morihei Ueshiba, dem Begründer des Aikido. Nach seiner Rückkehr aus Japan, wo er in den fünfziger Jahren als uchi deshi (Hausschüler) im Hombo-Dojo in Tokyo Aikido studierte, wurde er bis zu seinem Tod nicht müde, Aikido in seiner traditionellen Form, seinem Geist und seinem Herzen zu verbreiten.
D.A.N. wurde mit Wissen und ausdrücklicher Billigung von Meister Nocquet im Anschluß an den letzten von ihm persönlich geleiteten Lehrgang (Blois, 1997) gegründet und von ihm schriftlich autorisiert. Die Leitung übertrug Meister Nocquet seinem langjährigen persönlichen Schüler Sensei John Emmerson, Präsident und Technischer Direktor der United Kingdom Aikido Union.
D.A.N. - UKAU wird in Deutschland vertreten durch Sensei Claus-Jürgen Kocka, seinerseits seit vielen Jahren Schüler von Sensei Emmerson.
Ziel ist es, das Aikido von Meister Nocquet in Form, Geist und Herz zu bewahren und zu verbreiten. Ein wichtiger Aspekt war ihm immer, daß Aikido nicht nur als eine Methode der Persönlichkeitsschulung sondern auch als lebendige Kampfkunst ohne offenen oder verdeckten Wettkampf und realistische Selbstverteidigung erhalten bleibt, wie es ihm von O Sensei vermittelt wurde. Daß dies keinesfalls ein Widerspruch zur Gewaltfreiheit des Aikido ist, führte Meister Nocquet zeit seines Lebens immer wieder eindrucksvoll vor.
D.A.N. – Dynamic Aikido Nocquet versteht sich als eine Familie von Aikidoka, die ihr Aikido sowohl auf als auch außerhalb der Matte in der Art ausdrücken wollen, wie es Meister Nocquet unter Berufung auf O Sensei vorgelebt hat.
Kobayashi Hirokazu
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Beim Tod von O-Sensei gaben sich Kobayashi Sensei und K. Ueshiba Sensei gegenseitig das Versprechen, die verschiedenen Meister (gemeint waren die damals ranghöchsten Großmeister) zusammenzuhalten. Das Verständnis klappte eine Zeit lang ganz gut. Doch die Ruhe währte nicht lange, auf Grund von zwischenmenschlichen Problemen und auch der Problematik K. Ueshiba - K. Tohei ging das Bündnis auseinander. Tohei verließ das Hombu Dojo und gründete seinen eigenen Verband und auch viele andere gingen ebenfalls diesen Weg. Den Auftrag, die Streitereien unter den führenden Meistern zu schlichten und das Aikido zusammenzuhalten, konnte Kobayashi Sensei somit nicht erfüllen. So ging auch er wieder nach Osaka um an den Universitäten und Hochschulen zu unterrichten und weiterhin nach Europa, um dort Lehrgänge abzuhalten wie es ihm sein Lehrer aufgetragen hatte. Einen eigenen Verband zu gründen, kam ihm weder in Japan noch in Europa in den Sinn. Im Gegenteil, als in Italien und in Polen ein "Kobayashi-Verband" gegründet wurde und Kobayashi Sensei dies erfuhr, wurde er zornig und untersagte die Verwendung seines Namens.
Korindo-Aikido
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Minoru Hirai (1903-1998) war zu der Erkenntnis gelangt, dass ein zentrales Bewegungsprinzip allen Budokünsten, ob mit Waffe oder ohne, zum Erfolg verhilft. Alle Bewegungen basieren auf einem möglichst perfekt kugelförmigen Drehen des Körperzentrums. Das ist natürlich sehr verkürzt dargestellt. Der Schwerpunkt im Korindo liegt daher im Erlernen dieses Bewegungsprinzips. Im Umkehrschluss kann man Techniken (katas) lebenslang üben, ohne jemals zur Meisterschaft zu gelangen, wenn dieses Prinzip außer Acht gelassen wird. Daraus ergeben sich andere Schwerpunksetzungen in der Methodik: Wesentliches Trainingselement ist das Tai Sabaki. Das jeder Kampfform erst zum Erfolg verhelfende Bewegungsprinzip des kugelförmigen Drehens wird durch Tai Sabaki erlernt und sollte lebenslang perfektioniert werden. Die insgesamt acht Formen des Tai Sabaki, jeweils beidseitig ausgeführt, werden ohne Partner geübt und beinhalten alle in Katas oder realen Situationen erforderlichen, möglichst perfekt kreisförmigen Bewegungsmuster. In beliebiger, wechselnder Reihenfolge nacheinander ausgeführt, ergibt sich eine endlose geschmeidige Bewegung ohne Brüche, wobei stets eine möglichst freie Rotation des Körperzentrums (koshi) angestrebt wird. Dies ermöglicht es, die Bewegungen jederzeit ohne Verzögerung und für den Angreifer nicht wahrnehmbar jeder Situation anzupassen. Von Anfang an wird viel Randori geübt. Neben "normalem" Randori hier gibt es hier noch eine spezielle Form, das Enrandori, das sehr weich und verlangsamt geübt werden soll, um die Bewegungsabläufe mit dem Partner gemeinsam zu perfektionieren. Die im Aikido üblichen Katas werden ebenfalls geübt, dienen aber eher als Mittel zum Zweck zur Erlernung idealer Bewegung, da es sich bei Katas ohnehin nur um "Laborsituationen" handelt, die in der Realität nie hundertprozentig so eintreten, wie sie geübt werden. Aus diesem Grunde gibt es auch keine Gürtelprüfungen, bei denen Katas vorgeführt werden. Es gibt keine Kyu-Grade, wenn es ein autorisierter Dan-Träger nach vielen Jahren des Übens und Beobachtens für richtig hält, wird man für den 1. Dan vorgeschlagen und bekommt ihn verliehen.
Im Korindo werden eher kleinere Kreisbewegungen angestrebt, die Fußstellung ist wesentlich enger als bei anderen Stilen. Wird Korindo auf weit fortgeschrittenem Niveau praktiziert, sind die kreisförmigen Koshi-Bewegungen von außen nicht mehr wahrnehmbar, dem Schüler vermitteln sie sich nur im direkten Konatkt beim partnerschaftlichen Üben, hier allerdings in aller Deutlichkeit. Dies mag der Grund sein, weshalb Minoru Hirai immer bestrebt war, nur mit einer kleinen Gruppe zu üben. Korindo-Dojos gibt es meines wissens in Berlin und in Köln.
Makoto Aikido
Verband: Makoto Aikido Kyokai (MAK) Anschluss: an das Akikikai Honbu Dojo angeschlossener und anerkannter Verband Sitz der MAK: Ventura, Kalifornien Techn. Dirketor: Sensei Larry Reynosa, 6. Dan Aikikai Mitglieds-Dojo in folgenden Ländern: USA, Deutschland, Spanien, Mexiko, Brasilien, Grossbritanien, Südafrika Website: www.makotoaikido.com
Nishio Aikido
Das Aikido von NISHIO SENSEI zeichnet sich durch die enge Verbindung von Aikidotechnik und Übungen mit dem Bokken (Holzschwert), dem Jo (Holzstab) und dem Iaito (Übungsschwert) aus. Übungen mit ken versus ken, ken versus jo, sowie Aikidotechniken mit ken und jo in der Hand von dori (ken/jo no tebikki) bieten eine intressante und leicht verständliche Grundlage zum Verständnis des Aikido. Die mit den Waffen gelernten Bewegungen lassen sich ungezwungen auf die Aikidotechnik übertragen. Dies führt zu einem schnellen Lernerfolg und mehr Freude am Training. Trotz seiner Eleganz und Geschmeidigkeit ist das Aikido von NISHIO SENSEI eine wirkunsvolle Kampfkunst die sich erheblich von dem unterscheidet was allgemein unter Aikido verstanden wird. Durch den konsequenten Gebrauch von atemi (Schlägen oder Stößen zu empfindlichen Körperstellen) in Verbindung mit der Aikidotechnik ist das Aikido von NISHIO SENSEI auch im Ernstfall überaus wirkunsvoll und zur Selbstverteidigung geeignet.
Real Aikido
Aus Wikipedia: Real Aikido (Reales Aikido) ist eine Kampfkunst, die von Ljubomir Vračarević aus Serbien entwickelt wurde. Es besteht aus Aikido, adaptiert mit Judo und Jiu-Jitsu- sowie eigenen Techniken Vračarevićs. Reales Aikido ist eine Selbstverteidigungssmethode (mit leeren Händen, Verteidigung gegen Waffen wie Messer, Pistole usw.), zurück zu führen auf Erfahrungen, welche Vračarević als Leibwächter und Nahkampfausbilder für die jugoslawische Armee und Polizei machte. Die Techniken sollen so vereinfacht sein, dass sie in Sicherheit- und Selbstverteidigungskursen leicht zu erlernen sind. Das Graduierungssystem beim Realen Aikido beruht auf das allgemeine Aikido- Graduierungssystem. Ljubomir Vračarević war einer der ersten Aikido-Schüler Europas und lernte Aikido des Weiteren bei Kisshomaru Ueshiba und Gozo Shioda in Japan. Er ist u.a. technischer Direktor der Real Aikido Föderation Russlands, "Ehrengeneral" der russischen Armee (trainierte u.a. die Speznas), Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie der internationalen Akademie für nationale Sicherheit, Mitglied des Eurasiatischen Komitees für Kyokushinkai, Ehrenpräsident der Wushu Federation area Shenyang-China, Ehrenmitglied des MMA (International Associasion of Combat skills with Headquarters in Germany), Begründer und Präsident des World Centre of Real Aikido. 2002 wurde Vračarević als Großmeister in die US-amerikanische Martial Arts Hall of Fame aufgenommen.
Shin Shin Toitsu
Shinshin Toitsu Aikido (außerhalb Japans oft Ki-Aikido genannt) wurde von Koichi Tohei Sensei (10. Dan, langjähriger Chief Instructor des Aikikai bis weit über den Tod O'Sensei's hinaus) entwickelt. Diese Entwicklung wurde sichtbar, nachdem Tohei Sensei im Auftrage von Morihei Ueshiba Sensei nach Hawaii gereist war, um zum allerersten Male Aikido außerhalb Japans vorzustellen und zu etablieren. Dabei wurde er mit zweierlei Problemen konfrontiert: Ueshiba Sensei hatte zwar seine wundervollen Aikido Techniken den Schülern gezeigt, jedoch nie erklärt. Daher fehlte ein Lehrkonzept, das den mehr rational geprägten westlichen Menschen entgegenkam. Die Hawaiianer waren im allgemeinen wesentlich größer, schwerer und kräftiger als die Japaner im Hombu Dojo. So wie sie in Japan gelehrt wurden, funktionierten die meisten Techniken mit diesen großgewachsenen Menschen nicht. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, sowohl die Aikido Techniken effektiver zu gestalten (gemäß dem Prinzip des Nicht-Streitens) als auch den westlichen Menschen einen Zugang zu der treibenden Kraft jenseits der Techniken (Einheit mit dem Universum) zu eröffnen. Tohei Sensei entwickelte daher Shinshin Toitsudo (Weg der Einheit von Geist und Körper) und sein System von sogenannten Ki Tests; damit wurde zum es zum ersten Male in der Geschichte der Menschheit möglich, den Zustand des für unsere Sinne nicht erfassbaren Geistes anhand des Körpers zu überprüfen. Das bekannteste Beispiel für einen der von Tohei Sensei entwickelten Ki Tests ist der "unbeugsame Arm". Dieser Test ist in nahezu jeder Aikidorichtung bekannt – was darauf zurückzuführen ist, dass nahezu jeder heute noch lebende Meisterschüler O'Sensei's im wesentlichen von Tohei sensei unterrichtet wurde (wenn das auch von den meisten Verbänden gerne verschwiegen wird). Weniger bekannt in den Schulen außerhalb des Ki no Kenkyukai (Ki-Society, Dachverband für Ki-Aikido, Shinshin Toitsudo und Kiatsu) ist jedoch, dass dieser eine Test nur ein kleines Beispiel des von Tohei Sensei entwickelten Systems ist, und noch weniger bekannt ist die richtige Ausführung von Ki Tests. Diese korrekte Ausführung von Ki Tests wird ausschließlich in den autorisierten Dojo des Ki no Kenkyukai gelehrt. Shinshin Toitsu Aikido kann man als eine Transformation des Aikido betrachten, so wie das Aikido eine Transformation des Daito Ryu Aiki Jutsu ist.
Shinki Rengo
Zitat:"Technisch folgen wir der Entwicklung des Meister Morihei Ueshiba. Dabei achten wir sowohl auf die kampftechnische Schärfe der Vorkriegszeit als auch auf die Bewegungsdynamik der Nachkriegszeit. Wir vermeiden dabei sowohl unnötige Eckigkeit und Brutalität als auch träumerische Herumtanzerei. Wir beziehen auch andere Kampfkünste mit ein und versuchen sie zu beherrschen, auch wenn wir sie möglichst wenig verwenden, um die Orientierung zum Frieden nicht zu verlieren. Wir vergessen die harte Realität der Gewalt in unserer Welt nicht, streben aber stets nach Gewaltlosigkeit und Harmonie. Daraus resultiert für uns, dass die Konkurrenz und die Abgrenzung zwischen Daitoryu Aiki Jujutsu und Aikido einerseits und zwischen dem Vorkriegs-Aikido und dem Nachkriegs-Aikido andererseits keine Rolle spielen. Sowohl Daitoryu Aiki Jujutsu als auch Vorkriegs-Aikido sind Bestandteile des "Aikido Shinki Rengo", auch wenn wir letzten Endes auf die Ki-erfüllte weiche Bewegung hinzielen."
Shodokan (Tomiki-Ryu)
Shodokan Aikido ist eine Schule, die von Kenji Tomiki, einem Schüler von Ueshiba Shihan und Kano Shihan gegründet wurde. Der wichtigste Unterschied zu allen anderen Aikido-Stilrichtungen besteht darin, dass es im Shodokan Wettkämpfe gibt, ähnlich wie im Judo. Tomiki Shihan wollte mit seinem Shodokan System erreichen, dass nicht nur die Wurf- und Haltetechniken (wie im Judo), sondern auch die Atemi- und Kansetsutechniken (Schlag- und Haltetechniken aus traditionellen JuJitsu Schulen) in einem modernen Trainingssystem erhalten bleiben. Aufgrund seiner Erfahrungen im Kodokan Judo hielt Tomiki Shihan es für richtig, die verschiedenen Aikidotechniken auch im Rahmen von Wettkämpfen zu verwenden. Das Resultat ist das sog. Aikirandori-ho (Aikido-Wettkampfmethode) seiner Shodokan Schule, dass um 1960 zuerst praktiziert wurde. Nach Ansicht von Tomiki ist die Durchführung von Wettkämpfen sehr wohl kompatibel mit der Philosophie des Aikido. Randori Shiai, so der japanische Begriff für Wettkampf, bedeutet nicht "Konfrontation", sondern "freies Training um gemeinsam Fortschritt zu erreichen". Wenn mit diesem Ziel trainiert wird, sei Aikirandori-ho durchaus im Einklang mit der Philosophie Ueshibas. Ausführliche Info zu Shodokan Aikido gibt's bei WIKIPEDIA.
Takeda Ryu
Heute gibt es innerhalb und außerhalb Japans viele AIKIDO-Schulen und AIKIDO-Organisationen. TAKEDA-RYU AIKIDO ist jedoch Ursprung und Quelle aller heute existierenden AIKIDO- und AIKIJUTSU-Stile. Ursprünglich war die sogenannte "Kunst des AIKI" (AIKI NO JUTSU) die geistige und strategische Grundlage für die TAKEDA-Kampfkünste. Später erst entwickelte man daraus die spezielle waffenlose Kampfkunst, die "AIKIJUTSU" genannt wurde und jetzt auch "AIKIDO" heißt. Weitere Infos bei Sobukan Union Wien. Die TAKEDA-Ryu mit ihrer mehr als 800-jährigen Geschichte ist die älteste noch existierende Schule japanischer Kampfkünste. Während sich heute fast alle Budo-Organisationen auf Einzeldisziplinen festgelegt haben, wird hier in echter Samuraitradition eine Vielzahl von Disziplinen gelehrt.
Takemusu Aikido
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Der Name "Takemusu Aikido" stammt noch von dem Begründer selbst und bezeichnet das Aikido, wie es von ihm in der Nachkriegszeit in Iwama gelehrt wurde. Die Silben: take bedeuten "mutig sein und unverzüglich handeln", musu = "gebähren". Takemusu Aiki gedeutet sinngemäß, entsprechend der Konfliktsituation unvoreingenommen diejenigen Maßnahmen entwickeln, die das effizienteste Ergebnis bringen. Morihiro SAITO (9. Dan) war der langjährigste Schüler an der Seite des Aikidobegründers O-Sensei Morihei UESHIBA in Iwama (Japan). In Iwama entwickelt Morihei Ueshiba umfangreiche Stock- und Schwerttechniken. Diese wurden von Morihiro ("Bewahrer") Saito zu einem Lehrprogramm zusammengefaßt und heute noch unverändert weitergegeben. Zum Üben im Takemusu-Aikido gehören 3 Bereiche - die waffenlosen Körperformen (tai-jutsu) - das Führen des Holzschwertes (bokken) und die Abwehr von Schwertangriffen - das Führen des Stabes (jo) und die Abwehr von Angriffen mit dem Stock. Die Art der Ausführung der Techniken zeichnet sich dadurch aus, daß unnötige Bewegungen vermieden werden. Der Aikidoausübende will nicht verletzen oder dem Angreifer Schaden zufügen, sondern ihm die Sinnlosigkeit von Gewalt und Aggression durch eine starke Aikidotechnik vor Augen führen. Dem Angriff wird somit kein ebenso aggressiver Widerstand entgegen gesetzt. Vielmehr wird die Angriffsenergie frühzeitig umgelenkt und gleichsam ins Leere geleitet, wo der Angreifer sein Gleichgewicht verliert und seine körperlichen Kräfte nutzlos werden.
Tendo-Ryu
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Begründet 1975 durch Shimizu Kenji Sensei. Zentraldojo in Tokyo. Regelmäßige Lehrgänge durch Shimizu Sensei in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. "Jüngster" Aikido-Stil in der Tradition des O Sensei. Tendo-Ryu beinhaltet die Selbstverteidigung als integralen Bestandteil, stellt sie jedoch nicht als vorrangiges Ziel dar. Da Shimizu Sensei allerdings zu dem Zeitpunkt, an dem er persönlicher Schüler von O-Sensei wurde, bereits ein hochgraduierter Judo-Meister war, enthalten die Techniken des TendoRyu-AIKIDO viele Verknüpfungspunkte zur Selbstverteidigung.Weiter Infos zu TendoRyu-Aikido gibt's auf der Homepage des TAD.
Yoseikan Aikido
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Die Kampfkunst Mochizuki Minoru Ryu Yoseikan Aikido wurde von Mochizuki Minoru sensei geschaffen und beinhaltet die Techniken des Aikido, Aikijujutsu, Jujutsu und Judo sowie Elemente des Karate.
Yoshinkan Aikido
Yoshinka-Aikidon von Shioda Gozo Sensei ist einer der älteren Aikido-Stile, da Meister Shioda Gozo seine Uchideshi Zeit bei O-Sensei vor dem Krieg hatte. Der auffälligste Unterschied sind die Grundbewegungen und das in sich geschlossene Bewegungssystem für die Grundtechniken. Dies hat sich im laufe der Zeit entwickelt, da die Tokyoter Bereitschaftspolizei seit 35 Jahren 10 -15 ausgesuchte Offiziere zu einem 9 monatigen Aikidokurs ins Yoshinkan-Hombu schickt. Die Beamten werden in den 11 Monaten zum 1. Dan geführt. Dieses Ergebnis ist aber nur mit einem klar strukturierten Unterrichtssystem zu erzielen. (Siehe auch Junseikan Aikido Yoshinkan) Zwei Bücher sind zu diesem Thema sehr empfehlenswert für Aikidoka aller Stilrichtungen: "Aikido Shugyo" von Shioda Gozo (gibt's nur bei www.shindokanbooks.com) und "Angry white pyjamas" von Robert Tiwigger (das gibts überall).




